Dienstag, 14. September 2010

Mit Twitter den eigenen Ruf ruinieren

LautsprecherLetzte Woche sind wieder zwei Beispiele aufgetaucht, wie sich der eigene Ruf durch einen Tweet ganz schnell ruinieren lässt. Das erste Beispiel ist die australische Schwimmerin und Goldmedaillengewinnerin Stephanie Rice. Sie ließ sich zu einer homophoben Äußerung über die südafrikanische Rugby-Mannschaft hinreißen. Nach viel Buzz in Social Media und kritischen Berichten in den klassischen Medien kündigte der Autohersteller Jaguar seinen Sponsorenvertrag mit der Athletin und entzog ihr den Dienstjaguar. Stephanie Rice entschuldigte sich in einem Satz („I made a comment on Twitter on Saturday night in the excitement of the moment. I did not mean to cause offence and I apologise.“) auf ihrer Homepage. Das zweite Beispiel betrifft einen Journalisten der Wahsington Post, der auf Twitter bewusst eine Falschmeldung postete, um zu sehen, wie sie sich verbreitete. Die Verbreitung funktionierte so gut, dass die Post sich gezwungen sah, den Journalisten umgehend zu suspendieren. Er hatte dem ursprünglichen Tweet noch fünf weitere Falschmeldungen hinterher geschoben…

Trackback URL:
http://publicaffairs.twoday.net/stories/6503605/modTrackback

virtualmono - 14. Sep, 09:06

Muß es in diese Fällen nicht eher "Rufselbstmord" heißen?

Thomas.Zimmerling - 14. Sep, 09:55

Ja, habe die Überschrift anders formuliert.
Thomas Pfeiffer (Gast) - 14. Sep, 11:32

Mit Twitter?

Hallo,

interessante Beispiele. Aber ist es nicht eher so, dass die beiden durch ihre rassistischen Äußerungen bzw. durch die Falschmeldungen ihren Ruf ruiniert haben?
Das liegt also nicht an Twitter, sondern an deren eigenen Dummheit. Die Meldung müsste also lauten: Mit Schwulenfeindlichkeit den eigenen Ruf ruinieren. Und das wiederum ist ja nachvollziehbar und unserer Gesellschaft dienlich, dass man mit solch einem Blödsinn seinen Ruf aufs Spiel setzt.

Thomas.Zimmerling - 14. Sep, 11:36

Twitter war in der Tat nur der Kanal, über den die schädliche Botschaft transportiert wurde. Wichtig ist die Reichweite, die sich damit erzielen lässt. Darauf wiederum springen klassische Medien an, was nochmals zu mehr Berichten führt.
Frank vom Hoff (Gast) - 16. Sep, 11:34

Twitter - Reichweite unterschätzt

Die genannten Beispiele sind typisch für die Unterschätzung der Reichweite von Echtzeit-Medien. Die Konsequenzen die durch unbedachte Äußerungen entstehen sind verheerend. Lieber einmal mehr nachdenken welche Reichweite und Wirkung diese Medien haben, bevor solche Reputationsschäden entstehen.


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