Harte Zeiten für China
Die chinesische Regierung könnte Probleme haben, eine PR-Agentur zu finden, die ihre Olympia bzw. Tibet-Kommunikation begleitet. Die Free Tibet Campaign hat angekündigt, dass sie vor den Niederlassungen dieser Agentur demonstrieren und darüber hinaus deren Kunden kontaktieren würde. Ziel der Schreiben: Agenturkunden zu einem Überdenken ihrer Zusammenarbeit zu bewegen. Hill & Knowlton, die das chinesische nationale olympische Organisationskomitee beraten, hat erstaunlicherweise abgelehnt, weil man sich auf den einen ursprünglichen Auftrag konzentrieren will. Die von PRWeek angefragten weiteren Agenturen – Burson Marsteller, Ogilvy und Ketchum - wollen sich ggf. erst das Briefing ansehen und den Auftrag mit ihren Mitarbeitern diskutieren, bevor sie über Annahme oder Ablehnung entscheiden. Die zu jeder dieser Agenturen verlinkten Wikipedia-Einträge beinhalten fast alle auch einen Bereich „Kritik“, wo nachzulesen ist, welche problembehafteten Mandate die PR-Agenturen in der Vergangenheit bereits hatten. Hier handelt es sich ohne Zweifel um eine ethische Frage: Will eine Agentur einen Auftrag annehmen, wo es ohne Zweifel nur darum gehen kann, die bittere Realität zu beschönigen oder davon abzulenken? Ich denke, es gibt für Agenturen ausreichend ethisches Geschäft. Als Mitarbeiter hat man zudem immer die Möglichkeit, um Tätigkeit für einen anderen Etat zu bitten.Thomas.Zimmerling - 15. Mai, 07:45
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