Best Practices Krisenkommunikation – Teil 3: Krisenmanagement
Das Krisenmanagement kann in zwei Bereiche unterteilt werden: die ersten Reaktionen sowie das anschließende Reputationsmanagement. Für die anfängliche Krisenkommunikation gilt es, schnell, präzise und konsistent in den Äußerungen zu sein. Die Best Practices diesbezüglich lauten:
- Schnell sein und noch in der ersten Stunde nach Krisenbeginn ein Statement abgeben
- Präzision sicherstellen, indem alle Fakten geprüft werden
- Konsistent sein, indem der Sprecher immer auf dem Laufenden ist und die aktuellen Botschaften transportieren kann
- Das Wohlergehen der betroffenen Öffentlichkeit in den Vordergrund stellen
- Alle Kommunikationskanäle nutzen
- Mitgefühl mit etwaigen Opfern ausdrücken
- Die Mitarbeiter in den Statements nennen und einbeziehen
- Psychologische Betreuung der Betroffenen sicherstellen
- Den Angreifer attackieren
- Abstreiten einer Krisensituation
- Sündenbock außerhalb der Organisation beschuldigen
- Eigene Verantwortung klein reden und Einflussmöglichkeiten bestreiten (Provokation oder Uninformiertheit oder Zufall oder gute Absichten mit schlechten Folgen als Grund der Krise nennen)
- Schaden verharmlosen
- An Gutes aus der Vergangenheit erinnern
- Stakeholder für ihr Handeln loben
- Entschädigungen versprechen
- Entschuldigung und volle Verantwortung übernehmen
Thomas.Zimmerling - 30. Jan, 07:40
3 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
Dominik (anonym) - 6. Feb, 18:48
Krisenkommunikationsstrategie
bei Punkt 8 und 9 müsste man noch die wichtigste Unterkategorie von der "Mortification"-Strategie anfügen:
"Rectification". soweit ich Coombs verstanden habe, geht es hierbei nicht nur um die Entschuldigung/Reue/Bedauern (repentance), Verantwortung und Entschädigung (remediation), sondern auch um die Berichtigung - will heissen, dass kommuniziert wird, dass in Zukunft alles mögliche unternommen wird, um eine ähnliche Krise zu vermeiden (Produktsicherheit anpassen, bessere Kontrollen, etc...). In einem Artikel von Stephens/Malone/Bailey (hab die genaueren Angaben gerade nich präsent), wird bei der Mortification von den "image-boosting" strategies gesprochen, da sie die Rezipienten mittels emotionaler Kommunikation mit einem "menschlichen" Gesicht/Stime ansprechen und die Krisenursache auf die eigene Kappe nehmen.
"Rectification". soweit ich Coombs verstanden habe, geht es hierbei nicht nur um die Entschuldigung/Reue/Bedauern (repentance), Verantwortung und Entschädigung (remediation), sondern auch um die Berichtigung - will heissen, dass kommuniziert wird, dass in Zukunft alles mögliche unternommen wird, um eine ähnliche Krise zu vermeiden (Produktsicherheit anpassen, bessere Kontrollen, etc...). In einem Artikel von Stephens/Malone/Bailey (hab die genaueren Angaben gerade nich präsent), wird bei der Mortification von den "image-boosting" strategies gesprochen, da sie die Rezipienten mittels emotionaler Kommunikation mit einem "menschlichen" Gesicht/Stime ansprechen und die Krisenursache auf die eigene Kappe nehmen.
Thomas.Zimmerling - 7. Feb, 13:49
Danke für den Hinweis, das hätte ich noch klarer herausstellen können.
Dominik (anonym) - 7. Feb, 12:20
Sinnmacherblog
übrigens gehts nur mit diesem Link auf meinen Blog...das www muss man weglassen (sorry für Spam-Kommentar).


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