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Rezension: My Balanced Scorecard, Herwig R. Friedag / Walter Schmidt, Haufe, 2004

My_Balanced_ScorecardWer das System der Balanced Scorecard (BSC) im Unternehmen einführen will, ist mit dem Werk von Friedag und Schmidt gut bedient. Es ist nicht zu theoretisch, sondern für den Praktiker geschrieben. Sehr viel Wert legen die Autoren auf die Feststellung, dass die BSC nicht nur ein Kennzahlensystem ist, sondern in eine übergeordnete Strategie eingebettet und gelebt werden muss. Während diese Forderung unmittelbar einleuchtet, ist die Unterscheidung zwischen Führungs- und Berichts-Scorecard oder strategischen und operativen Kennzahlen nur schwer nachvollziehbar.
Zur Bedeutung der Balanced Scorecard und ihre Nutzung als Public Affairs Scorecard habe ich in diesem Blog bereits einen Beitrag verfasst, von daher möchte ich auf die Grundsätze nicht mehr eingehen. Es ist jedoch so, dass der Kommunikationsfachmann auch in „My Balanced Scorecard“ nicht unbedingt die Anleitung für die Erstellung einer auf Kommunikation fokussierten BSC erwarten darf. Die von den Autoren genannten Beispiele umfassen vielmehr das komplette Unternehmen und nicht nur einzelne Funktionsbereiche. Das Problem, für PR oder PA Kennzahlen zu finden, bleibt auch nach Lektüre und Sichtung der dem Buch beigelegten CD bestehen. Zwar sind in der Tat 400 Kennzahlen angeführt; sie gelten jedoch eher für die klassischen Unternehmensbereiche. Die anschaulichen Grafiken des Buches sind alle auch auf der CD zu finden, die darüber hinaus Werkzeuge zur Erstellung einer BSC beinhaltet. Der Leser merkt den Autoren die Begeisterung für das Konzept der BSC an, was „My Balanced Scorecard“ extrem lesenswert macht.

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