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Donnerstag, 17. Juli 2008

12 Fragen an… Dr. Ulrich F. Schneider (Teil 2)

Dr-Schneider2-4cGlaubwürdigkeit und Reputation

Frage: Die Glaubwürdigkeit von Unternehmen ist dank einiger schwarzer Schafe im Keller. Wie können die weißen Schafe kommunizieren und dadurch Glaubwürdigkeit gewinnen?

Schneider: Indem sie den schwarzen Schafen nicht folgen. Nur Offenheit erzeugt Glaubwürdigkeit.

Frage: Welche Rolle spielen Vorstand oder Geschäftsführer für die Reputation eines Unternehmens?

Schneider: Sie können diese nachhaltig ruinieren. Siehe Hunzinger.

Frage: Welche Faktoren machen Ihrer Meinung nach eine gute Krisenkommunikation aus?

Schneider: Abtauchen, verleugnen und arrogantes Auftreten. Wer sich dies spart, hat die beste Krisenkommunikation.

Frage: Was sind für Sie typische Fehler in der Krise?

Schneider: Dass die Krise in den Unternehmen immer zu spät als solche erkannt wird.

Frage: Was halten Sie von bloggenden CEOs?

Schneider: Ist aus PR-Sicht eine gute Sache, wenn es professionell gemacht ist. Denn für selber schreiben haben CEOs keine Zeit. Selbst wenn sie diese hätten, wäre ein Alleingang ohne die PR-Abteilung gefährlich.

Frage: Welche Elemente des Web 2.0 beeinflussen Ihrer Meinung nach heute und in Zukunft die Reputation von Unternehmen?

Schneider: Solche Technologien können eine gefährliche David-gegen-Goliath-Konstellation ermöglichen. Die Meinung des Einzelnen kann, wenn andere und insbesondere die Medien diese aufgreifen, ein Agenda-Setting bewirken. Umso stärker müssen die Unternehmen Offenheit und einen dialogischen Umgang mit der Öffentlichkeit pflegen.

Vielen Dank für das Gespräch!