Rezension: Clausewitz – Strategie denken, Strategieinstitut der Boston Consulting Group (Hrsg.), dtv 2006
Momentan erarbeiten wir in unserer Abteilung Unternehmenskommunikation gerade eine Strategie für die nächsten Jahre. Dazu ziehen wir uns drei Mal für jeweils einen Tag ins Kloster zurück. Naja, eigentlich ist es ein Exerzitienhaus. Beim ersten Mal haben wir einen kleinen Band geschenkt bekommen, der sich mit Clauswitz’ Denken beschäftigt und als Anregung für den Strategieprozess gedacht war. Das Buch ist eine gekürzte und kommentierte Fassung von Clauswitz’ Hauptwerk „Vom Kriege“. Wer nicht die Zeit hat, dieses komplett zu lesen, trifft mit Clausewitz – Strategie denken eine gute Wahl. Für Kommunikationsprofis ist es eh unverzichtbar, sich mit Clausewitz’ Denken zu beschäftigen. Für den Public Affairs Manager oder Krisenkommunikator gilt dies umso mehr. Schließlich handelt dieser oft in einer Situation der Unsicherheit – dem Schlüsselphänomen bei Clausewitz. Schließlich geht es im Krieg wie in der Krise darum, handlungsfähig zu bleiben, selbst wenn ein Mangel an Informationen herrscht.Trotz aller Kürze enthält das Buch noch das äußerst bemerkenswerte Vorwort von Clausewitz’ Frau, die aus ihrem tief empfundenen Gefühl für ihren verstorbenen Mann dessen Werk letztlich veröffentlichte.
Thomas.Zimmerling - 31. Mrz, 07:45
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