Freitag, 18. Mai 2012

Tagung Public Affairs, 28.-29. Juni 2012, Berlin

Die diesjährige Tagung Public Affairs im Quadriga Forum Berlin beschäftigt sich mit Netzwerken, Formaten und Strategien, die in politisch immer unübersichtlicheren Zeiten noch Erfolg versprechen. An zwei Tagen beschäftigen sich Experten aus Wirtschaft und Politik in Impulsvorträgen und Workshops mit dieser Frage.
Am ersten Tag will Prof. Karl Jurka wissen, ob Governmental Affairs und Public Affairs schon jenseits des klassischen Lobbyismus sind. Im ersten Praxismodul geht es dann um die Präsenz und Netzwerke vor Ort: Wie baut man eine Berliner Repräsentanz auf, wie arbeitet man alternativ mit Agenturen zusammen und was leisten NGOs? Im zweiten Modul geht es dann um das Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft. Zu den interessanten Fragen hier gehört die nach einem etwaigen Paradigmenwechsel durch die Causa Wulff. Den Tag beschließt Thomas Bagger, der Leiter des Planungsamtes im AA in Berlin mit einem Impulsreferat zu den Herausforderungen für seine Behörde.
Am zweiten Tag geht es um Strategien und Tools, vorgestellt von Cornelius Winter und Kajo Wasserhövel als Praktikern. Außerdem stehen Workshop Sessions auf dem Programm.

Kosten: 670,00€ für Frühbucher bis 31.5.2012, ansonsten 890,00€.

Freitag, 11. Mai 2012

Österreichischer Krisenkommunikationsgipfel, 20. Juni 2012, Krems

Schon zum 15. Mal richtet das Kieler Institut für Krisenforschung Krisenkommunikationsgipfel aus. Dieses Jahr gibt es nach einer Reihe politischer und kommunikativer Beben eine ganze Menge zu diskutieren. Die Hochegger-Affäre im PA-Bereich ist da nur ein Beispiel von vielen.
Die Veranstaltung teilt sich in mehrere Teile auf: Krisenkommunikation und Compliance mit Referenten vom PR Verband Austria und voestalpine, Krisenkommunikation und soziale Medien mit Referenten von Piratenpartei, MuseumsQuartier Wien und der GIS, Krisenkommunikation und Medien (Podiumsdiskussion) sowie Krisenkommunikation und Marktpartner mit Referenten von AGES, ÖBB und Hypo Alpe Adria. Der Krisengipfel an der Donau-Universität Krems wird vom Kieler Krisennavigator organisiert und richtet sich an Pressesprecher, Journalisten sowie Fach- und Führungskräfte.

Kosten: 295,00€ zzgl. Mwst. bis 23. Mai, ansonsten 350,00€. Rabatte gibt es für Studenten und Verbandsmitglieder.

Dienstag, 8. Mai 2012

Zahlen der Woche: Wie die Reputation von CEOs die der Marke beeinflusst

60% des Marktwerts eines Unternehmens sind von dessen Reputation abhängig
49% der befragten Führungskräfte und Konsumenten verbinden das Image eines Unternehmens und seiner Produkte mit dem des Geschäftsführers
30% der Verbraucher sprechen mit anderen Menschen über CEOs von Unternehmen
60% sagen, dass öffentliche Auftritte von CEOs ihre Meinung über die Person prägen

Quelle: Studie von Weber Shandwick und KRC Research unter 1.375 Verbrauchern und 575 Führungskräften in Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 500 Millionen Dollar oder mehr. Die Befragten kamen aus den USA, Großbritannien, China und Brasilien.

Freitag, 4. Mai 2012

Treffen Sie alte Bekannte!

MitarbeiterLobbycontrol hat in der Lobbypedia gerade eine aktualisierte Liste der Seitenwechsel veröffentlicht. Seitenwechsel sind vor allem dann problematisch, wenn ehemalige Amtsträger in Funktionen außerhalb ihrer Organisation wechseln und bei ihrem neuen Arbeitgeber dann direkt mit Sachverhalten zu tun haben, die ihren alten Verantwortungsbereich betreffen. Dafür bringen sie Insiderwissen und gute Kontakte mit. Viele NGOs fordern deshalb Karenzzeiten. Die Lobbypedia listet aktuell mehr als 70 Seitenwechsel in Deutschland, davon fünf durchaus prominente in diesem Jahr (Christine Scheel, Thomas Steg, Ernst Uhrlau, Georg Fahrenschon und Tim Klaws).

Mittwoch, 25. April 2012

EFSA gegen Interessenkonflikte?

SaftDie Europäische Lebensmittelbehörde EFSA hat bekannt gegeben, dass sie ihre internen Richtlinien zum Umgang mit Interessenkonflikten verschärft hat. Zugleich ließ sie verlauten, dass die Behörde in der Vergangenheit nicht immer rechtzeitig entsprechenden Hinweisen nachgegangen sei.
Was sich vor dem Hintergrund der bisherigen EFSA-Geschichte überraschend positiv anhört hat gleich mehrere Haken: Die neue Richtlinie wurde nicht veröffentlicht, somit kann nicht beurteilt werden, wie effektiv sie sein wird. Angesichts der Fälle aus der Vergangenheit hätte eigentlich die Politik eingreifen und Druck auf die EFSA ausüben müssen. Komischerweise ist das Gegenteil der Fall: Anscheinend plant die EU-Kommission weitere Berufungen ehemaliger Lobbyisten in den Verwaltungsrat. Vor diesem Hintergrund mutet es merkwürdig an, dass die EFSA nun vorgeprescht ist.

Via.

Dienstag, 24. April 2012

Zahlen der Woche: Leadership in PR and Communication Management

Die größte Herausforderung für PR-Manager ist für

27,6% die Geschwindigkeit und das Informationsvolumen
19,0% die digitale Revolution und der Aufstieg sozialer Medien
10,7% die Forderung nach transparentem Handeln
8,8% die Messung der Effektivität von Kommunikationsmaßnahmen
8,3% eine gute Krisenvorbereitung
7,8% die wachsende Anforderung an CR-Maßnahmen
6,6% eine Verbesserung des Engagements der Mitarbeiter
5,4% Kommunikationstalente zu finden
4,9% Kommunikationsanforderungen in internationalem Umfeld gerecht zu werden
1,0% das Image der PR zu verbessern

Quelle: Studie der Universitäten Leipzig und Münster unter mehr als 1.700 PR-Managern.

Montag, 23. April 2012

Sind Krisen noch Krisen?

AlarmWahrscheinlich werde ich alt. Letzte Woche habe ich mich bei dem Gedanken erwischt, dass Krisen keine Krisen mehr sind. Und wie haben es meine Großeltern schon gesagt: Früher war eh alles besser. Offenbar trifft das auch auf Krisen zu.
Wer sich heute die Mühe macht und das Who-is-Who der deutschen Wirtschaft anschaut, wird bei kaum einem Unternehmen über einen Zeitraum der letzten zehn Jahre feststellen, dass es von Krisen verschont wurde. Das ist ein kaum verwunderlicher Befund; vor allem in Zeiten von Social Media Shitstorms.
Nur: 99% dieser Krisen verdienen diesen Namen nicht. Das liegt an vielen Faktoren. Zur Krise aufgebauscht werden heute bereits Kleinigkeiten. Dazu tragen mit Sicherheit die sozialen Medien, aber auch klassische Medien bei. Letztlich bleibt eine Kleinigkeit aber eine Kleinigkeit und ist aufgrund der geringen Aufmerksamkeitsspanne der Medien dann schnell vergessen. Einzig bei google erinnern uns die Treffer noch daran, dass da mal etwas war.
Früher - als Journalisten noch Zeit hatten und recherchiert haben - ist aus einer Kleinigkeit und einem winzigen Detail öfters eine ausgewachsene Story geworden. Heutzutage - und das spiegeln mir viele Kollegen wider - wird wenig nachgefragt und viel abgeschrieben. Das ist aus zwei Gründen schlimm: Zum journalistischen Handwerk gehört eigentlich zuallererst das Nachfragen bei den Betroffenen. Für diese ist es potentiell fatal, wenn das unterbleibt, weil ihre Sicht der Dinge untergeht.
Da jedoch gilt, was ich oben geschrieben habe, ist eine Nachfrage in 99% aller Fälle eh wenig sinnvoll: Eine Woche, zwei Journalistenanfragen und vier Kundenanfragen später wird sich eher niemand mehr an die so genannte Krise erinnern. Oder ein Problem bleibt vollkommen unentdeckt. Erstaunlich in unseren ach so transparenten Zeiten.

Freitag, 20. April 2012

EU in Crisis, 5.-6. Mai 2012, Brüssel

Das Corporate Europe Observatory lädt gemeinsam mit verschiedenen europäischen Organisationen zu einer zweitägigen Konferenz über die Krise der EU nach Brüssel ein. Die Teilnehmer sollen Alternativen und Ergänzungen zu einer Politik der Haushaltsdisziplin, der Privatisierungen und Kürzungen von Sozialleistungen diskutieren. Darüber hinaus werden sie sich mit den Konzepten zu einer europäischen Wirtschaftsregierung beschäftigen und den Einfluss von Lobbyorganisationen auf diese Politik beleuchten.
Im Rahmen der Veranstaltung werden soziale Bewegungen wie die Indignados und Occupy sowie ihre Auswirkungen auf die europäischen Demokratien zur Sprache kommen. Gegen Ende des zweiten Tages sollen dann konkrete Aktionen der teilnehmenden Organisationen angestoßen werden.

Kosten: 20,00€.

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