Freitag, 27. Januar 2012

Zahlen der Woche: Public Eye Awards 2012

25.042 Stimmen und Platz 1 bei den Wahlen zum Public Eye Award 2012 erreichte der brasilianische Minen und Energiekonzern Vale für den Bau des Belo-Monte-Staudamms am Amazonas und die Zwangsumsiedlung von 40.000 Menschen

24.425 Stimmen erhielt der japanische Energiekonzern Tepco für die Atomkatastrophe in Fukushima

19.014 Stimmen entfielen auf den koreanischen Elektronikkonzern Samsung für den Einsatz giftiger Substanzen in seinen Fabriken

11.107 Stimmen und den Global Award erhielt die Barclays Bank für Nahrungsmittelspekulationen

6.052 Stimmen bekam Syngenta für den Verkauf eines in Europa verbotenen Herbizids in anderen Ländern

3.308 Stimmen entfielen auf den Minenkonzern Freeport für sein Geschäftsgebaren im Umfeld einer Mine in West-Papua

Via.

Donnerstag, 26. Januar 2012

Black March 2012 - Wie sich die Netzgemeinde wehrt

Black-March
Viele Politiker - einige engagierte Netzpolitiker in allen Parteien und auch auf EU-Ebene mal ausgenommen - wissen nicht einmal, was sich hinter den Kürzeln SOPA und PIPA verbirgt. Bei beiden Gesetzentwürfen geht es um den Schutz geistigen Eigentums bzw. die Unterbindung von Online-Piraterie. Der US-Kongress als Initiator ist bei SOPA und PIPA deutlich über das Ziel hinausgeschossen. Es besteht eine realisitische Gefahr der Einschränkung der Meinungsfreiheit im Netz. Viele Webseiten, unter anderem die englische Wikipedia, haben darauf mit einem eintägigen Blackout reagiert. Nun organisiert sich die Netzgemeinde gegen die Betreiber, die hinter den Gesetzen stehen: Die Musik- und Filmlobby. Ein so genannter Black March soll die Industrie an ihrer empfindlichsten Stelle treffen: ihren Profiten. Die Nutzer sind aufgerufen, einen ganzen Monat keine Musik, keine Filme zu kaufen oder downzuloaden. Aktuell wird der Black March in allen möglichen Blogs und Foren thematisiert. Bis Anfang März dürfte da noch mehr passieren. Es bleibt abzuwarten, ob die Netzgemeinde mit einem Boykott wirklich eine große ökonomische Wirkung erzielt.

Mittwoch, 25. Januar 2012

Leichensäcke für den Sicherheitsrat

avaaz
Die Campaigner von Avaaz machen aktuell mit einer Aktion vor dem UNO-Gebäude in New York auf sich aufmerksam. Sie wollen mit übergroßen Konterfeis des syrischen Präsidenten sowie des russischen Ministerpräsidenten darauf hinweisen, dass der Sicherheitsrat wegen ihrer verhängnisvollen Allianz nicht zu einer Entscheidung für die Menschen in Syrien kommt. Dazu hat Avaaz blutverschmierte Leichensäcke vor der UNO deponiert.
Avaaz hat sich seit 2007 zu einer wirkmächtigen Kampagnenorganisation entwickelt, die Menschen in 200 Ländern für Demokratie, Menschenrechte und Meinungsfreiheit im Netz mobilisiert. Petitionen, Spenden und Aktionen gehören zum Repertoire von Avaaz, deren Campaigner sich vor allem über soziale Netzwerke organisieren.

Dienstag, 24. Januar 2012

EU-Kommissare: Transparenz erst 2015

leuchtturm_2_22512Man könnte meinen, die EU-Kommission sitzt das Problem von Seitenwechseln ehemaliger Kommissare in die Privatwirtschaft einfach aus. Nachdem 6 von 13 scheidenden Kommissaren aus der letzten Amtsperiode in die Wirtschaft wechselten, hieß es, zukünftig solle online Transparenz über diese Vorgänge hergestellt werden. Die entsprechende Webseite kommt wohl aber nun erst im Jahr 2015. Dies erfuhr das Corporate Europe Observatory (CEO) auf Nachfrage. Bis dahin erinnert sich wahrscheinlich schon kein Mensch mehr an Fälle wie die von Günter Verheugen oder Charlie McCreevy. Die EU tut sich mit dieser Vorgehensweise keinen Gefallen: Sie überlässt die Informationshoheit damit NGOs. Und die recherchieren selbst und vermarkten Informationen natürlich bestmöglich in den Medien. Eine Skandalisierung möglicher weiterer Seitenwechsel ist dann fast zwangsläufig die Folge. Schade.

Donnerstag, 19. Januar 2012

Zahlen der Woche: Lobbyausweise im Schweizer Parlament

492 Zutrittskarten hätten die Abgeordneten des Schweizer Parlaments theoretisch an Externe für den Zutritt zum nichtöffentlichen Bereich der Wandelhalle vergeben dürfen.
273 Ausweise wurden tatsächlich ausgegeben, davon
204 an Interessenvertreter (sog. Lobbyausweise)
224 der 273 Ausweise gaben Nationalräte weiter
49 die Ständeräte

Via.

Mittwoch, 18. Januar 2012

Beitrag zur aktuellen politischen Diskussion

Dienstag, 17. Januar 2012

Arena Analyse 2012

klicker5086Die neueste Arena Analyse von Kovar & Köppl, der "Presse" und der "Zeit" für 2012 ist veröffentlicht. Darin äußern sich politische Beobachter aus Österreich und Deutschland zu den Risiken für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im laufenden Jahr. Alle Befragten können ihre Einschätzung frei von Zwängen äußern. Das macht die Arena Analyse zu einem wertvollen und unabhängigen Werkzeug für all diejenigen, die auf kommende Themen vorbereitet sein wollen.
In diesem Jahr beschäftigt sich die Arena Analyse unter dem Titel Resilienz oder Katastrophe mit der Frage, ob die Probleme unserer Zeit direkt ins Desaster führen oder eine Anpassung noch möglich ist. Viele Experten vertreten die Meinung, dass die Widerstandkraft sozialer, politischer und wirtschaftlicher Systeme gestärkt werden muss, um mit der Krise leben zu lernen. Die Arena Analyse umfasst unterschiedliche Politikfelder: Migration, Klima, Energie und Rohstoffe, Ernährung, Familie, Datenschutz, Urbanisierung und Demografie. Eine lehrreiche Lektüre für eine ruhige Stunde oder auch zwei!

Montag, 16. Januar 2012

Berliner Informationsdienst gestartet

LeserMit dem Berliner Informationsdienst hat Polisphere das jüngste Kind aus der Taufe gehoben. Der BID richtet sich an Public Affairs-Verantwortliche, die sich über den aktuellen Stand und die neuesten Entwicklungen in ihrem Tätigkeitsbereich informieren wollen. Der Informationsdienst umfasst aktuell die Energie-, Gesundheits- und Netzpolitik - also durchaus lebendige Politikfelder. Weitere Bereiche, z.B. Wirtschaftspolitik sollen folgen. Alle Themen werden in einem Newsletterformat behandelt. Auf wöchentlicher Basis erhält jeder Abonnent werthaltige Informationen, die ansonsten teuer über eine Agentur oder eigene personelle Ressourcen beschafft werden müssten. Der Berliner Informationsdienst ist in der Premium-Ausgabe kostenpflichtig. Das Investment rentiert sich: Neben dem aktuellen Stand von Gesetzesprojekten (Parlament, Kabinett, Ausschüsse) finden sich auch die Positionen der politischen Parteien bzw. Verbände dazu wieder. Anhörungen, Anfragen, etc. - der Leser erfasst alle Inhalte mit einem Blick. Den Berliner Informationsdienst gibt es auch in englischer Sprache.

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